SOLAWI WEINFREQUENZ

STUTTGARTS ERSTE SOLIDARISCHE WEINWIRTSCHAFT

Unser Projekt:

Der Weinberg: Direkt im Cannstatter Zuckerle am Neckar gelegen, stehen unsere Weinreben an historischer Stätte. Erstmals 1094 durch die Übernahme der Mönche aus Lorch erwähnt, wird an diesem Ort schon fast 1000 Jahre lang Weinbau betrieben. Der Weinberg ist eines von knapp 1100 Kulturdenkmälern in der Region Stuttgart.

Erreichen könnt ihr den Weinberg ganz bequem mit der U12/U14 Haltestelle Wagrainäcker, oder mit der U7 Himmelsleiter und jeweils 10 Minuten Fußweg. Der Weinberg ist mit den Rebsorten Trollinger und Riesling bepflanzt. 

 

Das Konzept: Für einen Ernteanteil von 65,45€ ist jeder Teilnehmer eine Weinsaison lang Mitglied in unserer solidarischen Landwirtschaft. Ein Ernteanteil entspricht dem Ertrag von 2 Rebstöcken, was in etwa 6 Flaschen à 75cl Wein entspricht. Je nach Jahr kann diese Menge variieren. Das Risiko von Ernteausfällen oder Mehraufwand wird von der Gemeinschaft getragen. Wir wollen den Weinberg Stück für Stück nach Permakultur- Prinzipien gestalten. Dafür sind noch weitere Bepflanzungen, wie Bäume und Sträucher notwendig. Um möglichst bodenschonend und CO2-frei zu arbeiten, setzen wir im Weinberg keine Maschine ein, die schwerer ist, als wir selbst.

Mitgliedschaft: Mit der Investition in einen Ernteanteil ist jeder Teilnehmer automatisch Mitglied in der Solawi WEINFREQUENZ. Die Mitgliedschaft bezieht sich immer auf den Zeitraum einer Weinsaison vom 01.02. bis 31.01. des übernächsten Jahres (insgesamt 2 Jahre). Die Mitgliedschaft verlängert sich automatisch um 2 Jahre. Um jedes Jahr Wein zu beziehen, brauchst du 2 Ernteverträge, die 2 Weinsaisons abdecken.

 

Mitarbeit: Die Mitarbeit in der Solawi ist erwünscht, jedoch nicht verpflichtend. Bei den Mitmachaktionen im Weinberg erfahren die Mitglieder in der Praxis viel Wissenswertes über den Weinanbau.

 

Erntebezug: Eure Ernteanteile könnt ihr nach Fertigstellung des Weins zwischen März und Dezember in Stuttgart-Degerloch bei WEINFREQUENZ und Stuttgart-Münster am Weinberg abholen. Weitere Abholstellen im Stadtgebiet sind geplant. Für den Versand fallen zuzüglich 9,50€ Versand- und Verpackungskosten an. Jedes Mitglied sollte im Zuge des Umweltgedankens überdenken, ob ein Versand wirklich notwendig ist.

Unser Anspruch:

Die Welt wird nicht besser, nur weil sie sich dreht, man bewegt nichts, wenn man selbst nichts bewegt.
Blumentopf 1992-2016

 

Es ist allerhöchste Zeit etwas zu bewegen. Mit der solidarischen Landwirtschaft WEINFREQUENZ  wollen wir Wein u.a. mit Methoden der Permakultur und einem möglichst geringen CO2-Abdruck anbauen.

 

Wein wird zu großen Teilen als einzige Pflanze in den Weinbergen angebaut - eine Monokultur. Sie ist von uns Winzern im Zuge der schnellen und einfacheren Bearbeitung an den Rebstock herangetragen worden. Dem „Schnellen“ und „Einfachen“ wurde in den Zeiten der Industrialisierung der Landwirtschaft vieles untergeordnet. In der Permakultur versucht man viele Abläufe, die der Winzer industriell löst, wieder zurück in die Natur zu geben. Dabei können wir von den natürlichen Wechselwirkungen profitieren.

 

Mit Lavendel zum Beispiel, lässt sich ein vielschichtiges Insektenleben im Weinberg aufbauen. Dazu bedeckt Lavendel, bei rechtzeitigem Schnitt den Boden und verhindert so das Austrocknen. Beikräuter, die der Weinrebe Nährstoffe entziehen, haben außerdem weniger Chancen sich auszubreiten. Der Lavendel selbst ist anspruchslos. Die Weinrebe hat dadurch weniger Konkurrenz zu fürchten.  Die Blüten können zusätzlich weiter verarbeitet werden. Vom Tee bis zum duftenden Säckchen ist so eine Weitervermarktung möglich.

 

Wir wollen ehrlich sein: Die Arbeit im Weinberg ist nicht immer leicht und schon gar nicht entspricht sie dem romantischen und stark vereinfachtem Bild, das wir meistens von der Arbeit eines Winzers haben: Weintrauben lesen und danach ein schönes Glas Wein trinken. Das gehört natürlich auch dazu, davor sind jedoch im Jahresverlauf viele andere Arbeitsschritte nötig.

 

In der solidarische Landwirtschaft bilden wir eine Gemeinschaft. Wir bewirtschaften eine Weinbergsfläche zusammen, treffen uns regelmäßig bei der Weinbergs-Arbeit, tauschen uns aus, und dürfen während des Jahres immer wieder die Ernte unserer Arbeit einfahren. Auch hier setzen wir weniger auf Mono sondern auf ein nachhaltiges Zusammen. Ein Zusammen, welches unsere Welt dringend braucht, sodass sich auch in Zukunft noch etwas bewegt.

 

Wir sind auf der Suche nach Leuten, die Lust und Interesse an der Arbeit im Weinberg haben und uns bei der Umsetzung unserer Idee sowohl tatkräftig direkt im Weinberg, als auch finanziell mit dem Mitgliedsbeitrag unterstützen wollen.

 

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